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Sitzen ist das neue Rauchen

Mehr Aktivität in den Alltag!

Sitzen, gerade in Verbindung mit Bildschirmarbeit, führt bei schlaffer Körperhaltung zu einer Hyperkophyse der Brustwirbelsäule (fixiertem Rundrücken) und zu einer Protraktion (Vorwärtsführen) der Schulter. Dies kann der Grundstein für rezidivierende myofascial (Muskel und Weichteilkomponente des Bindegewebes) bedingte Schultern-Nacken-Schmerzen sein.
Die Benutzung von Sitzmöbeln ist eine junge „Errungenschaft“, entsprechend blieb dem menschlichen Körper keine Zeit für eine evolutionäre Anpassung an das veränderte Beanspruchungsprofil. Daher kommt es im sitzen zu einer Überlastung bzw. Unterforderung verschiedener passiver und aktiver Elemente des Bewegungsapparats, die in Schmerzen, Hypertonus, Atrophie oder Verkürzung münden können. Erschwerend können hierbei Übergewicht, Bewegungsarmut, Stress und altersbedingte degenerative Veränderungen hinzu kommen

Therapieansätze

    Ein Auftrainieren der geschwächten Muskulatur, insbesondere der Rückenmuskulatur und der Schulterblattfixatoren, und ein Dehnen der verkürzten Muskulatur ist die Grundlage.
    Der Ausgleich von Sehschwächen (mittels einer Bildschirmbrille), sowie die genaue Sitz- und Stuhlanamnese ist bei Menschen mit Rückenschmerzen notwendig.
    Um mehr Aktivität in den Alltag zu bringen kann, z.B. mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren werden. Außerdem hat jeder die Möglichkeit nach der Arbeit spazieren oder schwimmen zu gehen. Summa summarum liegt es vor allem an der jeweiligen Person sich für Bewegung zu motivieren.

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Beitrag auf ORF.at/Wien